Das böse, verteufelte Tier
Schon in der Bibel steht: Weil du so böse bist, seist du verflucht vor allen Tieren, den wilden und den zahmen, Du sollst auf dem Bauche kriechen dein ganzes Leben- lang (1. Buch Mose 3, 14–15). Das, weil sie die Eva dazu verführt hat, vom Baum der Erkenntnis einen Apfel zu essen.
Viele Menschen haben seit jeher ein besonderes Gefühl gegenüber Schlangen. In alten Geschichten werden Schlangen oft als gefährlich oder böse beschrieben. Darum haben viele Menschen bis heute Angst vor ihnen. In anderen Ländern gelten Schlangen aber als klug oder stark. Schlangen sind für Menschen also etwas Besonderes und lösen oft starke Gefühle aus.
Viele Menschen erschrecken sich vor Schlangen, weil sie keine Beine haben, sich lautlos bewegen und starr und emotionslos schauen. Man kann kaum erkennen, was eine Schlange gerade fühlt. Wer aber einmal eine Schlange anfasst, merkt schnell, dass sie nicht schleimig ist. Ihre Haut ist trocken und fühlt sich glatt an, fast wie Leder. Ausserdem haben viele Schlangen schöne Farben und bewegen sich ruhig und elegant.
Schlangen haben Angst vor Menschen. Sie leben versteckt in der Natur und sind deshalb selten zu sehen. Wenn eine Schlange einen Menschen bemerkt, flieht sie fast immer. Nur wenn sie keinen Ausweg findet und sich bedroht fühlt, versucht sie sich zu verteidigen. Dabei möchte sie sich schützen und nicht angreifen.
Schlangen bewegen sich auf dem Bauch, weil sie im Laufe der Entwicklungsgeschichte ihre Beine verloren haben. Diese Art der Fortbewegung hat sogar Vorteile. Mit ihrem langen Körper, vielen Wirbeln und starken Muskeln können sie sich fast geräuschlos vorwärtsbewegen, klettern und durch enge Spalten kriechen.
Schlangen können Beutetiere fressen, die grösser sind als ihr Kopf. Das liegt daran, dass ihr Kiefer sehr beweglich ist und sich weit öffnen kann. So können sie ihre Nahrung ganz schlucken.
Um ihre Umgebung wahrzunehmen, benutzen Schlangen ihre gespaltene Zunge. Mit ihr können sie riechen und sich orientieren. Obwohl Schlangen fast taub sind, spüren sie Erschütterungen im Boden sehr gut. So merken sie früh, wenn sich ein Mensch oder ein Tier nähert.
Weitere verteufelte Tiere sind:
Der böse Wolf, der fuchsteufelswilde Fuchs, der gefährliche Bär, der räuberische Adler und Geier, Piranhas, der Hai, Wespen, Ratten, Kakerlaken, Fledermäuse, Spinnen