Grundorgane der Pflanze

Die Organe der Pflanze unterscheiden sich von den Organen der Tiere. Pflanzen haben drei, beziehungsweise vier Grundorgane: die Wurzel, die Sprossachse, auch Stängel genannt, und die Blätter. Zuweilen wird auch die Blüte dazugezählt, wenn diese auch als gestauchter Stängel angesehen werden kann.

Die Wurzel

Die Wurzel greift in das Erdreich hinein. Es ist das Aufnahmeorgan der Pflanze. Mit den Wurzelspitzen nimmt die Pflanze Wasser und Mineralien auf.

Dabei spielt die Wurzelspitze eine wichtige Rolle: Dort wird das mineralische Wasser aufgenommen. Die Oberfläche der Wurzelspitzen ist stark vergrössert, indem dort Wurzelhaare wachsen. Bei einer sechs Monate alten Roggenpflanze machen z. B. die Wurzelhaare über 60% der gesamten Wurzeloberfläche aus. Man hat errechnet, dass eine Roggenpflanze über 10 Milliarden Wurzelhaare besitzt. Ihre Gesamtlänge erreicht 10’000 km und ihre Gesamtoberfläche kommt einem Quadrat von 20 m Seitenlänge gleich (400m2). Das entspricht etwa dem 50 bis 80fachen des gesamten Sprosssystems einschließlich der Blätter. Diese starke Oberflächenvergrößerung der Wurzelhaarzone ist für die Wasseraufnahme der Pflanze von unschätzbarer Wichtigkeit.

Die Sprossachse (der Stängel)

Die Sprossachse hebt die Pflanze in den Luftraum. Durch sie ziehen die Leitbündel, die wie Blutgefässe der Pflanzen das mineralische Wasser von den Wurzeln zu den Blättern und der Blüte führt und das reichhaltige Wasser aus den Blättern in alle Pflanzenteile bringt,

An der Sprossachse gibt es Knoten, bei denen Seitentriebe oder Blätter herauswachsen.

Die Art und Weise, wie die Blätter stehen unterscheidet man:

  • Gegenständige Blattstellung
  • Wechselständige Blattstellung

Vor allem interessant ist die wechselständige, spiralige Blattstellung.

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Die Blätter

Die Blätter sind Organe, mit denen sich die Pflanze der Sonne, dem Licht zuwendet. Blätter sind meist flächig und dünn. An der Blattform erkennen wir die Pflanzenarten.

Blattformen und Blattränder

Der Querschnitt durch ein Pflanzenblatt und die Photosynthese

Das Grün in den Pflanzenblättern nennt man Blattgrün oder Chlorophyll. Es ist ein spezieller Stoff, der sich in Zellorganellen, den Blattgrün-Körperchen (Chloroplasten) befindet. Dieser Stoff ist in der Lage, aus Luft (CO2), Licht und Wasser Zucker zu produzieren. Dieses Wunder nennen wir Photosynthese.

Die Blüte

Die Frucht

Die Pflanzenforscher haben eine etwas unterschiedliche Bezeichnung für die Früchte.

Es gibt, grob unterteilt:

  • Streufrüchte
  • Schliessfrüchte: Beeren, Nussfrüchte und Steinfrüchte
  • Zerfallfrüchte
  • Sammelfrüchte

Beeren: Zu den Beeren zählen für den Botaniker unter anderem Bananen, Heidelbeere, Zitrusfrüchte (z. B. Zitrone, Orange), Datteln, Melonen, Kiwis, Papayas, die Früchte vieler Nachtschattengewächse (z. B. Paprika, Tomate, Aubergine, Tollkirsche) und Avocados.

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