Steinbrech

Trauben Steinbrech -„er bricht den Kalkstein“

Steinbrech: Der Name der Gattung Saxifraga geht auf den römischen Schriftsteller Plinius zurück. Dieser schrieb über die Steinbrechpflänzlein: „quia saxa frangit“ = weil es den Stein bricht. Die 400 Arten der Steinbrechgewächse sind überwiegend Gebirgspflanzen. Mit ihren oft wasserspeichernden (halbsukkulenten) Blättern in Rosetten und der Polsterbildung durch zahlreiche, an kurzen Ausläufern stehende Pflänzchen sind sie geschaffen für das rauhe, austrocknende Klima der Alpen.
In den Winkeln der Blattzähne vom Traubensteinbrech und anderen Steinbrecharten finden sich Wasserspalten (Hydrathoden), die aktiv kalkreiches (calciumcarbonathaltiges) Wasser abscheiden. Diese Wasserspalten entsprechen den Spaltöffnungen für die Transpiration. Durch sogenannte Guttation tritt das von den Wurzeln aufgenommene Wasser an den Blatträndern wieder aus. Nachdem das Wasser verdunstet ist, bleibt der Kalk in Form von kleinen, weissen Kalkschüppchen auf dem Blatt zurück.
Die nektarführenden Blüten stehen in einer traubenartigen Rispe und sind ausgeprägt vormännlich (männliche Blütenteile, die Staubblätter, entwickeln sich vor den Narben). Der Fruchtknoten ist zweiblättrig, es entwickeln sich daraus Kapseln mit sehr kleinen Samen.

Verwandte:
Bewimperter Steinbrech (S. aizoides, Sandbänke von Flüssen)
Rundblättriger Steinbrech (krautig mit grossen Blättern)
Gegenblättriger Steinbrech (Polster)
Wechselblättriges Milzkraut

 

Einzelpflanzen

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